Weihnachtliche Andacht

am . Veröffentlicht in Stadtfeuerwehr Tharandt

Weihnachtszeit

Advent, Advent, Advent, Advent ein Lichtlein brennt ...die Wohnung brennt
die Stube, Küche, Bad und Flur
was mach ich jetzt? Wer hilft mir nur?

Ich brauche hier die Feuerwehr,
rufe an die 112, dann kommt die her.
Ich hör jetzt die Sirene schon,
hab´s nie bemerkt, welch schöner Ton.

Die Zeit verrinnt so wie im Flug,
5 Minuten sind um, das ist genug.
Mein Haus, das brennt in hellem Schein,
verdammt, das schaff ich nicht allein.

Wo bleibt die Hilfe denn nun jetzt?
Hat der am Notruf mich versetzt?
Wurde ich vergessen, ich armer Wicht?
Warum hör ich das Martinshorn nicht?

... ein Feuer brennt ...10 Minuten sind vorbei,
um mich herum herrscht viel Geschrei.
die Nachbarn sind nun alle da,
und schimpfen mit, das ist doch klar!

Da kommt die Hilfe in der Not,
das Fahrzeug, es ist leuchtend rot.
Das blaue Licht tanzt auf dem Dach,
das Martinshorn, macht ordentlich Krach.

Es steigen nur 2 Leute aus,
es brennt um 10 Uhr, mehr sind nicht zu Haus.
Sie sagen mir, es kommen noch mehr
aus den Nachbardörfern her.

Warum schafft ihr das nicht allein?
Eure Feuerwehr ist doch nicht klein!
Doch eines konnte ich nicht wissen,
um Mitglieder steht´s echt beschissen.

Keiner mag mehr Mitglied sein,Wir löschen auch Weihnachtsbäume ...
in diesem wichtigsten Verein!
Wo Kameradschaft und Freundschaft zählt,
es leider an den Leuten fehlt!

Drum Leute denkt mal drüber nach,
wer ständig Hab und Gut bewacht.
Nur können sie dieses nicht allein,
drum bitt' ich euch, tretet auch mit ein.

In der Stadt wie auf dem Land,
die Feuerwehr braucht jede Hand.
Und wenn es dir bei uns gefällt,
gibt es einen Bonus, denn für dein Kind bist du ein Held.

AdventslichterDer ständig in Bereitschaft ist,
der sucht ein Kind, wenn es vermisst.
Der rettet manchen armen Wicht,
und verlängert so sein Lebenslicht.

Ich bin auch Mitglied in dem Verein
und bitte euch, tretet mit ein.
Denn Hilfe braucht ein jeder mal
und Helfer brauchen wir viel an der Zahl.

Geht einfach mal zu eurer Wehr,
die beißen nicht, die freuen sich sehr.

 

 

Der Verfasser dieser wunderschönen Zeilen ist uns leider unbekannt, der Inhalt dafür um so mehr.

Am 01. Dezember 2015 zum Beispiel hatten wir ein ähnliches Bild. Die Sirene  heulte um 12:59 Uhr und ein Einsatz begann. Ein Einsatz, der vier Ortswehren mit vier Fahrzeugen beschäftigte. Leider Gottes aber kamen wir gerade erst durch einen im privaten KFZ nachrückenden Kameraden auf eine Gruppenstärke. Das heißt, wir hatten zwar vier Fahrzeuge, aber nur acht Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau! Alle anderen waren um diese Zeit nicht verfügbar. Als ich die obigen Zeilen von den Kameraden der FFW Fördergersdorf zur Verfügung gestellt bekam, fiel mir genau dieses Szenario wieder ein. Und das ist nur ein Ereignis, bei dem ich persönlich mit von der Partie war. Auf unserer Jahreshauptversammlung vor einer Woche haben wir auch gerade die Altersstruktur als Problem mit angesprochen.

Warum ich dies gerade hier und jetzt schreibe? Leider machen sich über das Feuerwehr- und Rettungswesen in der heutigen Zeit viel  zu wenige Menschen Gedanken. Jeder geht davon aus, wenn ich Hilfe brauche, dann bekomme ich auch Hilfe! Die Betrachtungsweise, "was kann ich tun, damit anderen Menschen geholfen wird", ist bei viel zu wenigen Menschen zu finden! Das finde ich persönlich sehr traurig und bei uns Kameraden bin ich damit nicht allein! Neulich fragte mich ein Kollege "Warum bist du eigentlich bei der Feuerwehr?" Müsste die Frage aber nicht so lauten "Warum bist du nicht bei der Feuerwehr?"

Ich finde auch, wir alle sollten wieder zu dieser Betrachtungsweise zurückfinden! Früher war es so, dass neue Grundstückseigentümer in einen Ort per Gemeindeordnung in die Feuerwehr eintreten mussten. Verstarb er, so wurde diese Pflicht an seine Frau weitergegeben. Später gab es (mindestens in den alten Bundesländern) eine Feuerwehr-Abgabe für alle, welche sich nicht in der Feuerwehr beteiligten. Leider sind diese Regelungen alle Geschichte! Wie läuft es heute? Der Bürgermeister einer Gemeinde wird mit seinem Amt auch für die Sicherstellung des Brandschutzes verantwortlich gemacht. Was resultiert daraus? Es gibt genau drei Möglichkeiten:

  • Die Schaffung einer Berufsfeuerwehr mit permanent anwesenden Kräften. Dies bleibt Gemeinden vorbehalten, in denen mindestens 80.000 Einwohner wohnen. Zusätzlich müssen alle möglichen Brandobjekte innerhalb von 10 Minuten erreicht werden können. Diese Option ist unserer Gemeinde nicht gegeben!
  • Die zweite Möglichkeit ist die Schaffung einer freiwilligen Feuerwehr, so wie sie in unserer Gemeinde besteht. Diese Variante funktioniert aber nur solange, wie sich freiwillig Menschen finden, die dieses Amt antreten. Wenn der Tag gekommen ist, wo dies für die Gemeinde nicht mehr gegeben ist, dann kommt Variante Drei.
  • Diese beinhaltet die Schaffung einer Pflichtfeuerwehr! Das heißt, wir sehen uns dann alle regelmäßig in unseren Gerätehäusern zum Dienst und in den Einsätzen. Wer an dieser Stelle schon das Grübeln bekommt, dem bieten wir hier in aller Öffentlichkeit an "Komm zu einem unserer nächsten Dienste in eines unserer Gerätehäuser!". Dort sind wir alle bereit zu zeigen, dass es nicht übermenschlich ist, anderen Menschen zu helfen! Wir sind eine kameradschaftliche Truppe, in der der Spruch "Einer für Alle und Alle für Einen!" mehr als ein Filmzitat bedeutet. Hier hast du die Möglichkeit, mit der modernsten Feuerlösch- und Hilfeleistungstechnik Bekanntschaft zu schließen, und zu lernen, diese auch zu beherrschen! Eines sei dir auch gewiss, das ist die Achtung deiner Mitmenschen und die, die du dir selbst gegenüber hast. Und nicht zuletzt kannst du bei uns nicht nur Feiern in der Gemeinde absichern, sondern du feierst dann mit guten Kameraden zusammen!

In diesem Sinne wünsche ich allen, die diese Zeilen bis hierher gelesen haben, eine frohe und geruhsame Adventszeit, eine ebenso frohe und vor allem brandfreie Weihnachtzeit und nicht zuletzt einen guten Rutsch ins Jahr 2017 ohne Zwischenfälle, bei denen wir uns vielleicht dann persönlich kennenlernen dürfen oder auch müssen! Und einen Wunsch habe ich dann auch noch. Ich wünsche mir den einen oder anderen von Euch  in einem unserer Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehren in den Ortsteilen Tharandt, Kurort Hartha, Fördergersdorf, Pohrsdorf oder auch Grillenburg begrüßen zu dürfen. Ich hoffe, dass mir dieser Wunsch in Erfüllung geht, obwohl ich ihn hier in aller Öffentlichkeit geäußert habe!

Bis dahin allen Bürgern unserer Gemeinde ein

Gut Wehr!

Jörg Schubert
für alle Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Tharandt

PS: Das hier angehangene Video verdeutlicht unser Problem sehr bildhaft, auch wenn es von einer anderen Wehr unseres Landes geschaffen wurde. Ich möchte mich hiermit ganz herzlich bei dem SeiDabei-Team der Feuerwehr Kelkheim (Taunus) dafür bedanken, das wir dieses Video bei uns einbinden durften!

Besuch aus dem Oestertal

am . Veröffentlicht in FFW Pohrsdorf

Am 01.10.2016 war es wieder soweit, das schon lange traditionelle Partnerschaftstreffen mit den Kameraden der Löschgruppe Oestertal im Sauerland stand vor der Tür. Angereist waren eine Kameradin und sechs Kameraden mit Partner, die natürlich über das Wochenende bei unseren Kameraden untergebracht waren.

Nach einer herzlichen Begrüßung mit Kaffeetrinken am Samstagnachmittag trafen wir uns alle am Abend im Gerätehaus wieder. Ein kurzer Bericht aus dem Alltag beider Feuerwehren war für alle Beteiligten interessant und informativ. Am Sonntagvormittag fuhren wir gemeinsam nach Wilsdruff ins Feuerwehrmuseum sowie ins daneben liegende Eisenbahnmuseum. Wir haben uns sehr gefreut, dass uns der Ortswehrleiter von der Wilsdruffer Feuerwehr, Kamerad Siegfried Sautner, persönlich begrüßt hat und uns 1,5 Stunden die alte Technik erklärte. Ebenfalls persönlich begrüßt hat uns der Vorsitzende der Eisenbahnfreunde Wilsdruff, Herr Peter Wunderwald, und führte uns in die Welt der Schmalspurbahnen. Bei herrlichem Wetter nutzten wir die Gelegenheit zu einer Draisinenfahrt. Nach einer deftigen sächsischen Kartoffelsuppe starteten zwei Kremser zu einer Rundfahrt durch den Tharandter Wald. Bei gesunder, klarer Waldluft wurde so mancher Durst gelöscht. Der Ausklang des Tages fand mit einem zünftigen Abendbrot wieder im Gerätehaus statt. Am Montag, den 03.10.2016 wurde dann gegen 10:30 Uhr wieder Abschied genommen. Eine mündliche Einladung für nächsten Herbst wurde von Seiten der Oestertaler zur Fahrzeugweihe eines neuen Tanklöschfahrzeuges ausgesprochen.Gruppenbild FFW Pohrsdorf und Abordnung FFW Plettenberg

Alles in allen kann man sagen, dass es wieder ein schönes Wochenende war und es hat uns gefreut, dass die meist jungen Kameraden aus dem Sauerland Interesse zeigen und die Partnerschaft weiter pflegen wollen.

Nochmals allen einen herzlichen Dank, die zum Gelingen des Wochenendes mit beigetragen haben.

Guntram Lucius für die Kameraden der Feuerwehr Pohrsdorf

Handdruckspritzenwettbewerb in Röthenbach

am . Veröffentlicht in FFW Pohrsdorf

Am 26. Juni 2016 war es wieder einmal soweit. Die FFW Pohrsdorf hatte eine Einladung zum Handdruckspritzenwettbewerb bekommen. Diesmal ging es zur FFW Röthenbach. Diese hatte anlässlich ihres 75-jähigen Jubiläums den ganzen Sonntag der Feuerwehr gewidmet. Um zum Beginn der Veranstaltung pünktlich auf dem Festplatz zu sein, trafen wir uns 11:30 Uhr am Pohrsdorfer Gerätehaus. Dort verluden wir sorgsam unsere alte Spritze auf den Anhänger, und fuhren anschließend nach Röthenbach. Dort angekommen, brachten wir das gute Stück auf der Festwiese in „Stellung“. Mit von der Partie waren die Feuerwehren Beerwalde, Kleinbobritzsch, Reichstädt, Colmnitz und natürlich Röthenbach selbst. Das Wetter war wie gemacht für diesen Tag. Die Sonne ließ sich nicht lumpen. Nach einer kleinen Stärkung (es war ja die beste Mittagszeit …), ging es dann an den Wettbewerb. Die Disziplinen waren Stiefel-zielwurf, Schlauchkegeln, Feuerwehrquitz sowie ein Ziel- und Weitspritzen mit der Handdruckspritze.

Zielspritzen

Das Zielspritzen war besonders kniffelig. Dort ging es darum einen 10 Liter Eimer zur Hälfte zu füllen. Da dieser aber in einem Fass stand, war das eine reine Gefühlssache. Wir hatten hier das Ziel um glatte 100% übertroffen. Leider war das aber nicht gefragt. Die anderen Wehren hatten hier auch ihre Probleme. Von ca. zwei Litern bis 10 Litern war alles vertreten. Den Punkt gab es aber nur auf 5 Liter! Das Quitz beinhaltete geografische-, feuerwehrhistorische- und Schätz-Fragen. Hier konnte man kräftig Punkten, oder aber auch nicht. Beim Weitspritzen starteten wir als vierte Wehr, und hatten die bis dahin beste Weite. Doch dann kamen die Alterskameraden der letzten beiden Wehren, und übertrafen erst unsere Weite, und dann auch noch Diese. Am Schluss hatten wir dann den „Sieger der der Herzen“ erreicht.

historisches LöschenGanz am Ende war dann noch ein selbst gebasteltes Haus von den Gastgebern zu löschen. Dieser Punkt war zwar nicht so tierisch ernst zu nehmen, brachte aber einen unheimlichen Spaß und für manchen auch eine kleine Erfrischung. Für die gelungene Veranstaltung möchten wir uns bei der Feuerwehr in Röthenbach recht herzlich bedanken!

Im Namen der Pohrsdorfer Kameraden

Jörg Schubert

Fußball-Turnier der Tharandter Feuerwehren

am . Veröffentlicht in Stadtfeuerwehr Tharandt

 

Fussball 4

Nach gründlicher Vorbereitung durch die Organi-satoren der Veranstaltung standen die Kameraden der Ortswehren Tharandt, Kurort Hartha, Fördergersdorf und Pohrsdorf am 22.06.2016 pünktlich 18:30 Uhr auf dem Bolzplatz in Pohrsdorf. Ungeachtet des warmen Wetters und der laufenden Fußball-EM in Frankreich war die Teilnahme rege. Unsere Spieler hatten auch einen ordentlichen „Fanblock“ mit nach Pohrsdorf gelockt. Die Wirkung des „13. Spielers“ kennen wir ja schon von den professionellen Spielen.
Einweisung vor dem Spiel durch den SchiedsrichterUm gleichstarke Mannschaften zu bekommen, musste die Mannschaft Kurort Hartha jeweils einen Spieler an die Mannschaft Pohrsdorf/Fördergersdorf und Tharandt „verkaufen“. Dieses Vorgehen sind wir ja aber von unseren „großen Vorbildern“ schon längst gewohnt. Nur waren hier keine Millionen im Spiel, sondern nur der Spaß an der Sache und das Bedürfnis uns mal wieder etwas dem Sport zu widmen. Die Hauptidee entsprang hier der Kameradin S. Petke, die es schon Anfang vorigen Jahres geschafft hat, mit der Organisation des Dienstsportes in Tharandt (und den interessierten Kameraden der anderen Wehren) ein bisschen sportliche Bewegung in unsere Feuerwehren zu bekommen. Ebenfalls federführend war Kamerad S. Unger. Als Schiedsrichter der Partie unterstützte uns P. Starke. Der Platz wurde durch den Bauhof noch kurz vor den Spielen auf eine sportliche Länge gebracht. Nach der Aufstellung der Mannschaften wurden durch den Schiri die Regeln und Spielzeiten verkündet.

Nun ging es los mit dem Turnier. Dabei ging es teilweise ordentlich zur Sache. Zu gelben Karten oder Platzverweisen kam es aber nicht!

Spieler in Aktion ...Spielverlauf

 

 

 

 

 

 

 

Am Ende der Partie standen dann folgende Ergebnisse fest:

Tharandt gegen Kurort Hartha:

3:2

Pohrsdorf/Fördergersdorf gegen Tharandt:

6:0

Kurort Hartha gegen Pohrsdorf/Fördergersdorf:

1:5

Gewonnen hatten aber alle. Nämlich an Spaß und Erfahrung!
Nach den schweißtreibenden Spielen war auch noch für ausreichend Stärkung in Form von Steak's und Bratwürsten, sowie den bei diesen Temperaturen notwendigen Getränken gesorgt. Auch die  gesponserten frischen Erdbeeren sollen nicht unerwähnt bleiben.
Zum Abschluss des Abends beschlossen wir Alle, das dies nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen ist. Es hat uns Allen großen Spaß gemacht, und ich glaube die im Fernsehen zur gleichen Zeit gelaufenen Spiele hat keiner wirklich sehr vermisst!

Abschließend sei hier an dieser Stelle allen genannten und ungenannten fleißigen Helfern noch einmal öffentlich gedankt!

J. Schubert im Namen aller beteiligten Kameraden